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JOACHIM GROMMEK 01.12.2007 - 19.01.2008
Für seine 2. Einzelausstellung in der Galerie artfinder hat der Berliner Künstler Joachim Grommek eine neue Wandmalerei entworfen. Durch mehrfach übereinander gelagerte Rasterpunkte entsteht ein spannungsreiches Feld aus Überschneidungen und Asymmetrien, welches der Betrachter nicht auf einen Blick zu erfassen vermag.
Joachim Grommek hat ein Genre und Medien übergreifendes Werk entwickelt, das sich nicht ohne das Verhältnis zur Moderne, dem Spiel mit den Referenzen, auch im semiotischen Sinn, der Forschung in benachbarten Medien, denken lässt.
Neben der Wandmalerei zeigt Grommek Gemälde auf Spanplatte. Diese grundiert er weiß und nutzt nun ein Repertoire verblüffender Trompe-l’œil: Mit der perfekten Illusion der Oberfläche von Spanplatte und von schwarzen und weißen Klebebändern stellt er Kompositionen her, die einst "ungegenständlich" genannt wurden.
Grommeks Arbeiten sind ohne direkte Referenz, rufen jedoch sofort imaginäre Vorläufer aus der Moderne auf. Grommek schlägt dem Begriff des Ungegenständlichen ein Schnippchen: Die dargestellten Materialien erzeugen einen unwiderstehlichen taktilen Reiz, man ist versucht, die Klebebänder abzuziehen, die Abstraktion wird durch sinnliches Interesse unterspült. Obwohl es sich hier um Darstellungen handelt, zwingt Grommek den Betrachter die Materialität der Arbeit, auch der nicht sichtbaren, zu imaginieren. Er beschäftigt sich mit der Kunstfertigkeit der "Fälschung" "poverer" Materialien durch aufwändige Handarbeit, er stellt sich die echte Spanplatte hinter der gemalten vor, studiert die seitlichen Ränder des Bildes. Sieht man zunächst ein gemaltes Brett, erschließt sich nach und nach eine nicht mehr auflösbare Rückkopplung von Material und Darstellung. Ausgehend von Fragen der Postmoderne nach den Grenzen und Grundparametern eines Genres, nach Spiegelungen und Fortsetzungen in anderen Medien gelingt es Joachim Grommek, eine individuelle Poetik zu entwickeln.
Weitere Arbeiten und Informationen zu JOACHIM GROMMEK, siehe unter "künstler".
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