 |
COLOUR URBAN STRUCTURES
BORAN BURCHHARDT - JACOB DAHLGREN - JOACHIM GROMMEK
OLA KOLEHMAINEN - GEROLD TAGWERKER
14. November 2009 - 23. Januar 2010
Boran Burchhardt (*1973, lebt in Hamburg) arbeitet an den Rändern der Kunst, am liebsten dort, wo die künstlerische Praxis direkt ins gesellschaftliche Geschehen eingreift. Seim jüngstes Projekt – die Neugestaltung der Minarette der Hamburger Centrum-Moschee - hat weit über Hamburg hinaus Aufsehen erregt. Im Februar 2010 wird Burchhardt dafür der mfi-Förderpreis verliehen.
Jacob Dahlgren (*1970, lebt in Stockholm) untersucht die Formen malerischer Abstraktion, die im Alltag zu entdecken sind. Seine Materialien sind häufig triviale Gebrauchs- und Alltagsgegenstände, die er spielerisch komponiert. Die Formensprache rekurriert auf Seherfahrungen, die an Konstruktivismus, Op Art, Minimal Art und Pop Art erinnern.
Joachim Grommek (*1957 in Wolfsburg, lebt in Berlin) nimmt industriell gefertigte Spanplatten, grundiert diese weiß, und nutzt nun ein Repertoire verblüffender Trompe-l’œil-Effekte: Durch die malerisch perfekte Illusion von Spanplattenoberflächen und verschiedenfarbiger Klebebänder stellt er Kompositionen her, die einst „ungegenständlich“ genannt wurden.
Ola Kolehmainen (*1964 in Helsinki, lebt in Berlin) ist einer der prominentesten Vertreter der „Helsinki School“. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur bzw. mit der Grundstruktur von Architekturfassaden: Raster, Symmetrie und Serialität.
Gerold Tagwerkers (*1965 in Feldkirch, lebt in Wien) zentrale Motive Licht, Raster und Spiegel stehen gemeinhin für die Ausübung von Kontrolle: Das Licht treibt (auch im symbolischen Sinn) die Dunkelheit aus, das Raster schafft (nicht nur) an der Hochhausfassade Ordnung, und der Spiegel dient zuallererst der Selbstvergewisserung. Mit Hilfe ästhetischer Interventionen gelingt es Tagwerker, Licht, Raster und Spiegel als Agenten der Kontrolle und Ordnung vorzuführen und gleichzeitig auszuhebeln.
|