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MICHAEL PFISTERER »Blank Grids«
Karthographie und Repräsentation, Offenlegung und Befragung von Struktur und System, sind, neben der Infragestellung von Fotografie versus Reproduktion, einige thematische Versatzstücke der Ausstellung. Es werden insgesamt 8 Arbeiten zu sehen sein, u.a. ein Ausschnitt einer Seekarte, deren Ordnungsstrukturen soweit isoliert und perspektivisch verzerrt werden, dass keine konkrete Zuschreibung des Raumes mehr möglich ist - ein Repro zur Zeit der ersten Raumfahrt im Jahre 1957, als die Sputnik in Weltraum vorstieß, und die Planeten im schwarzen Kosmos nur noch als diffuse Lichtpunkte erscheinen ("Das Ende des sichtbaren Weltraums") - Architekturfassaden, deren tektonische Hülle u.a. an die minimalistische Geometrie erinnern und mehr Lehrstellen erzeugen als dass sie eine mögliche Narration bedienen - oder auch ein physikalischer Versuchsaufbau, deren sichtbar eingeschriebene Rasterstruktur nur eine mögliche Entwicklungsstufe darstellt. Leerstellen in einem karthografischen Geflecht der Raumergründung und Raumerfahrung.
Zur Ausstellung hat Michael Pfisterer (Jg. 1976, s. zur "Person") einen großflächigen Faltplan zum Mitnehmen entworfen, in dem die Strukturen der dargestellten Systeme in anderer Weise sichtbar werden. Es erscheint eine Foto-Edition in einer Auflage von 12 Exemplaren.
Nach der Ausstellung »Module« im Jahr 2002 ist dies die 2. Einzelausstellung von Michael Pfisterer in unserer Galerie.
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